Betonplattenweg/Wirtschaftsweg aus der Werkstatt von Stefan B. 

 

Das Vorbild

Selbst bei so einfachen Dingen wie Betonplattenwegen sollte man vorher das Vorbild unter die Lupe nehmen. So war ich mit Fotoapparat und Maßband vor Ort und habe mir die Feldwege, über die man sonst so achtlos fährt genauer betrachtet.

Betonplattenwege sind meist in einem schlechten Zustand und erinnern mit ihren vielen Bruchstellen oft an künstlerische Mosaike.

Die Bruchstellen treten meist an den Kanten der Platten auf, dass konnte ich auf jeden Fall beobachten. Auch laufen manchmal ganze Risse durch die Platten, wobei das eher selten auftritt. Meistens sind diese Bruchstellen mit Bitumen (schwarz und teerähnlich) verfugt worden. Die Fugen zwischen den Betonplatten sind meistens nicht verfugt.

Ich habe einige Betonplatten vermessen und heraus gefunden, dass die Standartabmessungen bei 6,50m Länge und 3,00m Breite liegen. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich die Wege schmaler eingeschätzt hätte, aber nachdem ich die mit den Jahren zugewachsene Vegetation entfernt habe, habe ich bemerkt, dass der Weg doch 3,00m breit ist.

Wer so einen Weg nachbauen will, sollte also daran denken, dass die 3,00m Breite nicht unbedingt auf 3,00m sichtbar ist.

Außerdem gibt es Zwischenstücke die in der Länge auch mal kleiner ausfallen können. So habe ich z.B. auch eine 4,50m lange Betonplatte vermessen.

Auf meinen Fotos zeige ich ein paar interessante Stellen, wo Kreuzungen, Übergänge zu anderen Wegarten gezeigt werden Leider habe ich da nicht vermessen, wie groß die Dreiecksstücke bei Kreuzungen sind. Ich gehe aber davon aus, dass diese Stücke beliebig zugeschnitten oder gefertigt werden können.

 

Das Modell

Zuerst einmal habe ich in etwa die original Abmessungen in 1:87 umgerechnet.

Es ergibt sich eine Größe von 7,50cm Länge und 3,50cm Breite.

Diese Stücke habe ich aus ganz normaler Pappe, die ich mir aus Verpackungsabfällen gesucht habe ausgeschnitten.

Dann habe ich die Platten auf meine Landschaft aufgeklebt. Bruchstellen habe ich im ersten Abschnitt des Betonplattenweges noch ausgeschnitten und separat aufgeklebt. Da das Gelände etwas hügelig ist gibt das gute Effekte.

Im neuen Abschnitt habe ich das gelassen, weil dort alles sehr eben ist und man es nicht sehen würde.

Für den nächsten Arbeitsschritt braucht ihr eine alte Revell Farbdose mit einer matten schwarz. Diese Farbe sollte schon ziemlich zähflüssig sein. Die Farbe wird dann mit einem Pinsel in die Ritzen oder direkt auf die Betonplatten aufgetragen. Schnell trocknet die Farbe ab und es geht weiter.

Es geht jetzt an das Altern und an das Verschmutzen des Weges. Ich habe dazu meinen Pinselreiniger (Terpentin) genommen. Nehmt einen Pinsel und macht etwas braune, graue oder schwarze Revell Farbe drauf, am besten alles. Wascht die Farbe mit dem Pinselreiniger fast aus und geht dann vorsichtig über eure Betonplatten. Probiert vorher genau das Verhältnis aus. Laßt euch auch nicht davon verwirren, wenn das Ergebnis anfangs etwas dunkel wirkt. Das ist die Feuchtigkeit vom Reiniger, davon sieht man nachher nichts mehr. Einfach ausprobieren und wenn’s passt, dann drauf damit!!! ...und Lüften nicht vergessen!!!

Sonstige Verschmutzungen kann man mit feiner Erde darstellen, wobei ich das nicht gemacht habe.

Für den eigentlich unerwünschten Bewuchs der Betonplatten, habe ich Streumaterial von Heki genommen. Geklebt habe ich ausschließlich mit Weißleim.

 

Ich hoffe ich konnte die wichtigsten Fragen klären.

Viele Spaß beim Nachbauen wünscht euch Stefan.

 

Danke für die Bilder.

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